Impfung der Kinder

  • 13.09.2017

Die Entscheidung, ob ein Kind geimpft werden soll oder nicht, ist eine Entscheidung der Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder haben.
Wenn sich die Eltern uneinig sind, wird ein Gericht die Entscheidung treffen. Denn die Schutzimpfung ist auch dann eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung für das Kind, wenn es sich um eine sog. Standard- oder Routineimpfung handelt.
Wenn sich also die Eltern uneinig sind, kann dem Elternteil, der die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes befürwortet und wenn das Kind nicht unter Impfrisiken leidet, die Entscheidung allein übertragen werden.
Die Einholung eines Sachverständigengutachtens zur Klärung und Abwägung der allgemeinen Infektions- und Impfrisiken ist hierfür nicht erforderlich.
(BGH XII ZB 157/16, Beschl. vom 03.05.2017)